Lage & region

Fort Dauphin in Madagascar„La grande île“, die große Insel Madagaskar, ist ein außergewöhnlich mystisches Reiseziel, von dem sie noch lange träumen werden. Dieser Schmelztiegel ist entstanden durch Menschen, die aus Afrika, Arabien, Fernost oder Indien gekommen sind.

Sie können tief eintauchen in eine einzigartige Kultur, geprägt von traditionellen Werten und einer herzlichen Gastfreundschaft. Dieser bestaunenswerte Reichtum läßt niemanden gleichgültig, auch wenn der Alltag des größtenTeils der Bevölkerung von Armut überschattet ist. Auf der „île rouge“, der roten Insel Madagaskar, vor Millionen von Jahren von Afrika abgetrennt und seitdem äußeren Einflüssen nicht mehr ausgesetzt, hat sich eine eigene Evolution mit Lebewesen ausgefallener und wunderbarer Schönheit entwickelt.

Die fischer in Fort Dauphin Felsen in Fort Dauphin Blick Pic St Louis

Der Indische Ozean

Hunderte von Kilometern nördlich und westlich von Fort Dauphin bietet die Küste ungezählte zerklüftete Landzungen mit herrlichen Sandbuchten. Die letzten Ausläufer der Chaîne d'Anosy, der Anosy Kette, scheinen sich ins Meer zu werfen. Das Meer, nichts kann es aufhalten, bringt die schönsten Wellen. Der Tsiukafaratra (Passatwind) läßt durch die unablässige Bewegung ganz besonders bei Sonnenaufgang und -untergang ein Feuerwerk von Farben entstehen. Die Elemente treffen aufeinander.

Regelmäßig gibt es Zeiten großer Ruhe, in der die Unterwasserwelt erlebbar wird. Während des südlichen Winters ruhen sich die Buckelwale nahe der Küste aus. Ab September sind sie von ihren Jungen begleitet. Das Ballett dieser riesigen Wale ist außergewöhnlich.

Der Indische Ozean in Fort Dauphin Fort Dauphin

Das Land

Lander des sudlichen MadagaskarVillage im Suden MadagaskarDie Chaîne d'Anosy mit ihren Gipfeln von mehr als 2000 m Höhe teilt den Südosten in zwei unterschiedliche Regionen. Ihr Osthang mit überschwänglich tropischer Vegetation, fällt steil ins Meer ab. Die dort entstandenen Bäche, angereichert durch heftige Niederschläge, verwandeln sich schnell zu Flüssen und bilden ein unendliches Netz von Seen und Sümpfen, bevor sie den Ozean erreichen.
Ihr Westhang ist wesentlich trockener. Er streckt sich langsam der Unendlichkeit des Androy entgegen, in der sich eine auf der Welt einzigartige endemische Flora und Fauna in weiter und unberührter Natur entwickelt hat.
Die Reserve Naturelle Nationale de l'Andohela bezieht einen großen Teil der Bergkämme der Chaîne d'Anosy ein, so daß der Liebhaber des Bergwanderns in diesen verlorenen Wäldern auf „seine Kosten“ kommt.

Die Menschen im Süden

Im äußersten Südosten der Insel leben, durch die Berge getrennt, zwei große Ethnien, die Antanosy und die Antandroy.

Die Antanosy sind seßhaft, pflanzen Reis an, ernten Früchte und fischen, besonders Langusten. In allem sind sie von der Natur verwöhnt.

Die Antandroy sind Rinderzüchter, frei bei der Durchquerung ihres weiten Landes, aber zu einem harten Leben gezwungen, um ihre Identität zu bewahren.

Ihre Dörfer sind oft schwer erreichbar, oft gelegen in der letzten Ecke der Bucht am Ende der Welt oder im verborgenen Winkel eines verlorenen Tales. Beide Ethnien leben lässig und unbekümmert miteinander. Mit einem Lächeln im Gesicht leben sie von einem Tag auf den anderen, auch wenn am nächsten Tag nichts mehr sicher erscheint.

Parks und Naturschutzgebiete

Der Südosten Madagaskars unterscheidet sich durch zwei Klimazonen, die, so direkt aneinander grenzend, einzigartige Nationalparks und kleinere private Naturschutzgebiete haben entstehen lassen, alle reich in ihrer Artenvielfalt von Flora und Fauna des Südens.

 

Der Nationalpark Andohela

Der größte und schönste, aber auch der wildeste ist der Parc National d'Andohela, Sie finden eine Beschreibung in jedem Reiseführer. Der Park verfügt über drei Zugänge. Mein liebster Anlaufpunkt ist Tsmilahy, zwei Autostunden von Fort Dauphin entfernt. Baobabs, Euphorbien und Pachypodien säumen den zweistündigen Wanderweg, der sie mitten in den Wald führt, vorbei an rosafarbenen Sandsteinfelsen, hin zu einem natürlichen Schwimmbecken.

Der Nationalpark Andohela Der Nationalpark Andohela Der Nationalpark Andohela Der Nationalpark Andohela

 

Der Nationalpark Cap St. Marie

Sehr viel weiter entfernt von Fort Dauphin gelegen, 7 bis 8 Autostunden, ermöglicht ihnen dieser kleinste Nationalpark ein Kennenlernen des Androy, dem Dornenland. Der Park bietet ihnen eine Auswahl an „Bonsai“, Bäumen, die wegen des ständig starken Windes an der Südspitze Madagaskars klein geblieben sind.

Strahlenschildkröten (Astrochelys radiata ) kreuzen die Wege. Am Aussichtspunkt des Leuchtturms vom Cap St. Marie können sie das Zusammentreffen der Wasser des Indischen Ozean mit dem des Kanals von Mozambik beobachten.

Und die ganz Neugierigen machen einen Spaziergang von drei Stunden zu den Höhlen des Caps, in denen die Portugiesen vor ungefähr 250 Jahren als Erste, vom Meer kommend, gelandet sind.

 

Das private Naturschutzgebiet Nahampohana

Sifaka Verreaux in NahampohanaBis vor mehr als einem halben Jahrhundert eine landwirtschaftliche Station französischer Kolonialisten finden sie noch heute in diesem kleinen Naturschutzgebiet prächtige Bäume und Pflanzen aller Art, z.B. den Zimt- und Nelkenbaum oder die brasilianische Kirsche. 7 km von Fort Dauphin gelegen ist Nahampohana schnell erreichbar. Sie entdecken zusammen mit einem freundlichen, kompetenten Guide den Park Er zeigt und erklärt ihnen die Besonderheiten.

Drei Lemurenarten des Südens leben im Park, Kattas, Sifakas und Fulvus. Sie können sich ihnen extrem nähern, so sie es wollen. Ein nicht alltägliches Vergnügen, wenn sich der Katta auf ihrer Schulter niedergelassen hat. Ebenso treffen sie auf Schildkröten, Krokodile und Chamäleons.

Sifaka Verreaux in Nahampohana Strahlenschildkröten in Nahampohana Maki catta in Nahampohana Guaven in Nahampohana Frosch in Nahampohana

 

Das private Naturschutzgebiet Berenty

Ist in allen Reiseführern hinreichend beschrieben. Nach 3 Stunden Autofahrt von Fort Dauphin aus kommen sie im Naturschutzgebiet Berenty an. Bei der „Société Hôtelière et Touristique de Madagascar“ (SHTM) in Fort Dauphin mieten sie ein Auto und haben damit die Genehmigung, in den Park hineinzufahren.